Mit der Mikrosteuer gegen das Finanzcasino

08.04.2019 - 09:37

Oswald Sigg informiert uns über die bevorstehende Initiative

Im Rahmen der Grundeinkommenskampagne, bei der Oswald Sigg prominentes Aushängeschild war, wurden 8 Millionen Fünfräppler auf dem Bundesplatz verteilt. Diese Aktion hat den freisinniger Zürcher Banker Felix Bolliger dazu bewogen, sich an Oswald Sigg zu wenden. Er unterstütze das bedingungslose Grundeinkommen und hätte eine Lösung, wie man es finanzieren könne. Im Gespräch schilderte der an der Goldküste wohnhafte Bolliger, dass man nicht länger verantworten könne, was auf dem Finanzplatz Zürich passiere. Es werden unmengen an Geld geschöpft, verspekuliert und verschoben mit der Erwartung Profit zu schlagen. Der Finanzplatz sei zu einem Spielcasino für Reiche mutiert. Es brauche Massnahmen um diesen in Schach zu halten. Ein Lösungsansatz dazu könnte eine Mikrosteuer auf alle Geldtransaktionen sein.

Die damals bestehende Monatsstatistik des gesamten Zahlungsverkehr in der Schweiz betrug 300 Mal mehr wie das gesammte Bruttoinlandprodukt des Landes. Die Zahl lag bei Siebzigtausend Milliarden. Das ist eine 7 mit 13 Nullen.

Die Statistiken seien jedoch nicht mehr auffindbar. Auch die europäische Zentralbank veröffentliche keine dieser Zahlen mehr. Vielleicht weil man es nicht mehr an die grosse Glocke hängen wolle.

Geht man davon aus, dass die Zahlen gleich oder gestiegen seien, würde eine Finanztransaktionsbesteuerung im Promille Bereich genug Geld generieren um die Ausgaben des Bundes zu decken. Mehr noch, die Mehrwertsteuer, die direkte Bundessteuer und die Wertschriftensteuer würden hinfällig werden.

Seit dem Gespräch mit Felix Bolliger hat sich eine Gruppe rund um Oswald Sigg formiert, die der Idee einer Mikrotransaktionssteuer eine Plattform bieten will. Dazu gehören auch der an der Universität Zürich tätige Finanzprofessor Marc Chesney. Die Gruppe plant eine Volksabstimmung und wird noch dieses Jahr an die Öffentlichkeit treten. Beim Gespräch mit Oswald Sigg werden wir über den Stand der Dinge informiert. Der Initiativtext ist fertiggestellt. Die Website sollte im Mai live gehen. Zur Zeit müsse das Initiativkommitee fertig zusammengesetzt werden. Es würden Regionalgruppen gegründet und Geld gesammelt. Schon bald würden sie Helferinnen und Helfer rekrutieren die «der befriedigendsten politischen Tätigkeit» nachgehen werden: dem Unterschriften sammeln.

OR

 

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